Wie alles mit allem verbunden ist und deshalb unser Schulsystem so ist, wie es ist

“Nicht für die Lehrer lernen wir, sondern für das Leben”. Wer kennt nicht diese Aussage, die ich früher auch von meinen Eltern zu hören bekam.

Aber was ist das Leben?

Uns wird von der Gesellschaft vermittelt, dass wir fit für das Erwerbsleben werden müssen. Und wo findet das Erwerbsleben statt? Richtig, in der Wirtschaft. In diese sollen wir uns nahtlos einfügen. Wir sollen funktionieren, damit die Wirtschaft reibungslos laufen kann und ungebremstes Wachstum produziert.

Unser heutiges Schulsystem ist also mit Wissensvermittlung und Methodik darauf ausgerichtet, uns auf das Erwerbsleben abzurichten und in dieser Weise funktionieren insbesondere auch Hochschulen und Berufsschulen.

Eltern wollen das Beste für ihr Kind. Die meisten Eltern haben deshalb vor Augen, dass nur ein guter Schulabschluss eine Erwerbsarbeit ermöglicht, von der man leben kann und die vielleicht sogar noch Freude bereitet. Deshalb verhalten sich viele systemkonform und setzen ihre Kinder unbewusst unter Druck, obwohl sie spüren, dass die Schule die gesellschaftliche Entwicklung und Entfaltung insgesamt nicht besonders fördert.

Wie kann man nun diesen Teufelskreislauf durchbrechen?

Wir müssen die verhängnisvolle Verknüpfung von Erwerbsarbeit und Einkommen durchbrechen und auflösen. Die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens kann hierzu einen wichtigen Beitrag leisten. Es befreit die Schule von dem Zwang, ihr Handeln darauf auszurichten, eine Erwerbsarbeit zu erlangen, die unsere Existenz sichert.

Mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen ist die Existenz von Geburt an gesichert. Dadurch kann die Schule ihren Fokus neu ausrichten, nämlich auf die Förderung von Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder. Damit können wertvolle Potenziale entwickelt werden, die der Gesellschaft mehr dienen, weil sie in Freiheit entstehen und deshalb authentisch sind. Die Menschen können dadurch viel überzeugender ihre Arbeit zum Wohle der Gesellschaft einbringen.

Um sich für diesen neuen Weg zu entscheiden, ist es allerdings erforderlich, sich von der Vorstellung zu befreien, dass Menschen nur bereit sind, unter Zwang zu arbeiten.

 

 Martin Exner

 

Weiterführende Hinweise:

Gerald Hüther – Wie man sein Gehirn optimal nutzt 

Studentengesundheit

 

 

Print Friendly

Antwort schreiben




Wenn Du ein Bild zusammen mit Deinem Kommentar veröffentlichen möchtest, wähle ein Gravatar.