Bundeswehr und Schleswigwahl

Nicht die Bundeswehr steckt in der Krise, sondern ihr Management. Unsere Verteidigungsministerin,Ursula von der Leyen, zeigt keine Anstrengung, die Verantwortung für die rechtsradikalen Tendenzen zu übernehmen. Stattdessen spricht sie in öffentlichen Berichten immer nur von „wir“ und „sie“, aber nie kommt ein „ich“. Seit 2013 ist sie in diesem Amt und erst jetzt kommt dieses Problem bei ihr an. Dass dieses rechte Verhalten in der Bundeswehr ein Phänomen ist, welches erst seit diesem Jahr bekannt ist, scheint unwahrscheinlich.

Ich sehe die Bundeswehr als eine Firma an, deren Management im Moment nicht weiß, wie es mit der rechtsradikalen Situation umgehen soll. Wenn man die Bundeswehr als Firma ansieht (was sie auch ist, da sie Angestellte, eine Berufsarmee und einen Auftrag hat) und das Amt, das Frau Von der Leyen begleitet, ein Managerposten wäre, wäre er ihr dann noch sicher? Ganz klar:„Nein“. Frau Von der Laien hat jetzt Konsequezen zu ziehen und Verantwortung zu übernehmen und soll den Posten an jemanden übergeben, der dafür besser geeignet ist.

 

Die Landtagswahlen in Schleswig-Holstein sowie die vergangenen Wahlen in Deutschland haben gezeigt, dass die Bevölkerung hin- und hergerissen ist zwischen den alten Parteien und neuen Ideen. Die Violetten zeigen ein stabiles Bild. Sie kommen mit neuen Ideen und frischem Wind. Deswegen wird es Zeit für die Violetten, nach vorne zu gehen und sich der Öffentlichkeit zu zeigen.

Der Schulz-Effekt hat sich in Schleswig-Holstein in Luft aufgelöst. Die CDU zeigt in ihrem Wahlkampf die Stärke einer fest stehenden und geschlossenen Partei. Die Überraschung bringt die FDP mit 11 % und zeigt damit, dass es sich lohnt Verantwortung an den Bürger abzugeben. Mit modernen Themen liegt die FDP voll im Trend und die Bürger werden politisch einbezogen und aktiviert.

Die AfD zieht zum zwölften Mal in Folge  in einen Landtag ein. Sie sollte langsam aber sicher als politische Partei wahrgenommen werden. Wenn diese Partei in zwölf Bundesländern über 5 % der Stimmen erhält, wird es Zeit mit ihr in einen Dialog zu treten und sie als politische Organisation und als Vertretung der Bürger anzusehen.

Die Grünen bleiben eine stabile Fraktion in Schleswig-Holstein. Die Piraten und die Linken konnten ihre Wahlthemen scheinbar nicht an den Bürger bringen und haben den Einzug in diesen Landtag nicht erzielt.

Das Gesamtergebnis der Wahlen in Schleswig-Holstein zeigt, meiner Meinung nach, nicht das Bild der ganzen Republik. Warten wir die nächste Wahl am kommenden Sonntag, den 12.5.2017, in Nordrhein-Westfalen ab und sehen welche Überraschungen uns dann erwarten.

Jochem Kalmbacher

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